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Grundsätzlich besteht für Architekten bei Bauwerken mit einem bestimmten künstlerischen Anspruch das Recht auf Namensnennung – sowohl am Bauwerk selbst als auch bei Abbildungen in Print und online. Wann eine Namensnennung explizit zu erfolgen hat und wann sie unterbleiben kann, ist in vielen Fällen eindeutig, bietet in einigen aber Anlass zu Konflikten. Eine Möglichkeit für Architekten ist, die Namensnennung und ihre Gestaltung vertraglich zu regeln.

 

Namensnennung bei Bauwerken

Am Bauwerk kann beispielsweise eine Plakette mit dem Namen des Architekten angebracht werden. Zudem kann dieser weitere Elemente der Namensnennung festlegen. Dies gilt allerdings nur für Bauwerke oder Teile von Bauwerken, die nicht vollständig zweckmäßig sind, sondern denen eine künstlerische Gestaltung zugrunde liegt.

 

Einschränkungen und Ausnahmen sind im Einzelfall die Verkehrsgewohnheiten beziehungsweise Branchenübungen. Darüber hinaus muss eine werbungshafte Gestaltung der Plakette unterbleiben. Eine Namensnennung beziehungsweise die Forderung dieser seitens des Architekten ist auch im Nachhinein noch möglich.

 

Namensnennung bei Abbildungen des Bauwerks

In der Regel ist allerdings die Namensnennung bei veröffentlichten Fotos des Bauwerks beziehungsweise deren redaktionelle Nutzung für den Architekten relevanter, da diese auch den Bekanntheitsgrad steigern. Hier gibt es verschiedene Abstufungen. Handelt es sich um die vollständige Abbildung des Gebäudes im Vordergrund, muss eine Namensnennung erfolgen. Das gilt sowohl für Magazinabbildungen und Fernsehberichte als auch Postkarten. Auch durch Bildbearbeitung veränderte Aufnahmen des Bauwerks müssen entsprechend eine Namensnennung erhalten. Grundsätzlich muss bei jeder kommerziellen Verwendung des Fotos der Architekt genannt werden.

 

Eine Namensnennung kann unterbleiben, wenn das Bauwerk auf dem Foto im Hintergrund oder als Beiwerk erscheint. Diese Fälle unterliegen der „Freiheit des Straßenbildes“.

 

Rechtliches Vorgehen bei unterbliebener Namensnennung

Kommt der Bauherr dem Recht auf Namensnennung nicht nach beziehungsweise werden Abbildungen des Bauwerks ohne den Namen des Architekten veröffentlicht, kann der Architekt die Nennung einfordern. Gerichtlich vorzugehen sollte jedoch erst der zweite Schritt sein: Zunächst ist es sinnvoll, eine Abmahnung zu versenden und eine Frist zur nachträglichen Namensnennung zu setzen. Bei Printprodukten wie Postkarten ist es ausreichend, den Namen per Aufkleber oder Stempel anzubringen.

 

 

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