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Universitätsarchitektur ist über Jahrhunderte gewachsen. Im Laufe der Zeit musste sie nicht nur immer mehr Fächer, sondern auch immer mehr Studierende berücksichtigen. Da jedoch die Weitergabe von Wissen und Forschung in Universitäten die größte Rolle spielt, ist eine der Hauptherausforderungen die Kombination von Begegnungsräumen und Studienklause. Universitäten werden daher ständig erweitert, wobei einige von ihnen besonders gelungene Modelle darstellen.

 

Traditionelle Modelle: Campus- und Stadtuniversität

Die beiden Hauptarten von Universitäten sind die Campus-Universität und die Stadtuniversität. Beide haben Vor- und Nachteile. Die Stadtuniversität geht auf eine längere Tradition zurück, da Lernen und Lehre zu Beginn des akademischen Lebens im 12. beziehungsweise 13. Jahrhundert in bereits vorhandenen Räumen wie Kirchen oder Privathäuser, oder auch im Freien erfolgten. Erst später begann man, eigene Bauten für diesen Zweck zu errichten. Der Vorteil der Stadtuniversität ist die enge Anbindung an die Stadt – auch was Versorgung und Infrastruktur angeht – und die Integration in das Stadtbild.

 

Dahingegen ist die Nutzungsstruktur von Campusuniversitäten sehr auf deren Fokus auf das akademische Leben abgestellt. Darüber hinausgehende Bedürfnisse werden oft nicht gut abgedeckt. Dafür bietet die Campusuniversität eine identitätsstiftende Atmosphäre und besitzt vor allem bessere Voraussetzungen für den Austausch zwischen Professoren, Studierenden und Assistenten. An einigen Orten plant man deswegen – nach amerikanischem Vorbild – die Campusuniversitäten zu akademischen Dörfern oder kleinen Städten auszubauen, mit der entsprechenden Infrastruktur.

 

Zukunftsträchtige Entwürfe: Kombinationen aus der Tradition

Insbesondere die steigenden Studentenzahlen in Deutschland im 20. Jahrhundert nach dem Zweiten Weltkrieg machten Neubauten von Universitäten nötig, die aus Platzgründen nicht mehr in die Stadt integriert, sondern zu Campusuniversitäten wurden. Für derartige Megastrukturen sind vor allem die Ruhr-Universität Bochum und die Universität Bielefeld gute Beispiele. Sie bieten auch in der Zukunft Möglichkeiten der Erweiterung.

 

Die Universität Bern hingegen versucht eine Kombination aus Stadt- und Campusuniversität, indem drei räumliche Schwerpunkte der Stadt gewählt werden. Auf diese Weise werden gleichzeitig verschiedene fachliche Schwerpunkte zusammengefasst und auch die jeweilige Versorgung mit Bibliotheken, Mensen und anderen Einrichtungen sichergestellt.

  

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