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Die Skelett- oder auch Gliederbauweise findet sich bereits vor Jahrhunderten und geht aus dem Holzbau hervor. Ein klassisches Beispiel hierfür ist das Fachwerkhaus, bei dem die skelettartige Struktur nach außen sichtbar ist. Weitere historische Beispiele für diese Bauweise finden sich beim Eiffelturm, gotischen Kathedralen und vielen Hochhäusern in

New York, die vor rund 100 Jahren errichtet wurden. Aber auch heute noch bietet der Skelettbau viele Vorteile und eine flexible Gestaltung für verschiedene Arten von Bauwerken.

 

Gestaltungsmöglichkeiten und Vorteile des Skelettbaus

Bei der Skelettbauweise wird das Grundgerüst des Gebäudes aus schmalen horizontal und vertikal verlaufenden Streben errichtet. Diese können aus unterschiedlichen Materialien sein, wie beispielsweise Holz, Stahl oder Stein. Sie bilden zusammen mit den Deckenplatten die tragenden Elemente des Bauwerks, bei dem Fassaden und Wände vorhangartig angebracht werden. Diese können wiederum aus Glas, Kunststoff oder Holz bestehen.


Der Vorteil bei der Gestaltung ist, dass der Skelettbau entweder sichtbar sein kann oder verdeckt. Zusätzlich lassen sich Um- und Anbauten einfacher vornehmen, weil die Wände keine tragende Funktion haben. Dadurch, dass der Skelettbau eine derartige systematische Struktur hat, lassen sich viele Elemente ähnlich wie bei der Elementbauweise vorfertigen und vor Ort direkt verbauen, was einen deutlichen wirtschaftlichen Vorteil bringt. Diese Methode lässt sich sowohl für Büro- und Industriebauten als auch Wohnhäuser anwenden, aber auch beim Brücken- und Hallenbau.

 

Mögliche Materialien: Holz, Stein, Eisen

Die hölzerne Skelettbauweise ist die älteste in dieser Hinsicht und wurde nicht nur für Fachwerkhäuser, sondern unter anderem auch bei den norwegischen Stabkirchen angewendet. Es ließen sich demnach auch damals schon höhere Bauwerke durch diese Bauweise errichten. In einigen Fällen kamen zur größeren Stabilisierung Verfahren aus dem Schiffsbau hinzu.

Steinerne Skelettbauten finden sich bereits in der Antike. Weitere historische Gebäude wie gotische Gewölbe basieren ebenfalls auf einer sichtbaren Skelettbauweise, die zusätzlich mit vielen Ornamenten und Elementen verziert ist. Heutzutage ist diese Bauweise aufgrund mangelnden Fachpersonals weniger präsent.

Die Verwendung von Eisen zum Skelettbau ist vergleichsweise jung und wurde zum ersten Mal im 19. Jahrhundert für Industriebauten eingesetzt. Aufgrund seiner Stabilität und Wirtschaftlichkeit hat der Eisenbau nie zuvor dagewesene Gebäude möglich gemacht.

 

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