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Asekurado Blog

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Dass viele Bau- und Rohstoffe knapp werden und Alternativen her müssen, ist in aller Munde. Auch werden nachhaltige Bauweisen immer häufiger diskutiert. Dabei wird ein zur Neige gehender Rohstoff oftmals nicht bedacht, weil er überall zu sein scheint: Sand. Er findet sich in nahezu jedem Land und wird allgemein nicht als gefährdet angesehen. In Wahrheit schwinden aber die verfügbaren Vorkommen – auch in Deutschland.

 

Sand: Verwendung und Kriterien

Sand gehört neben Kies und Wasser zu den wichtigsten Baustoffen. Über die Verwendung für Gebäude hinaus ist er aber auch in sehr vielen Alltagsgegenständen zu finden. Auch in solchen, die zunächst nicht in erster Linie mit Sand in Verbindung gebracht werden, wie beispielsweise Zahnpasta. Diese unterschiedlichen Verwendungen des Rohstoffs haben dazu geführt, dass er trotz Wüsten, Stränden und Abbaugruben immer weiter schwindet.

 

Einer der Gründe hierfür ist, dass sich ohnehin nur 5 Prozent aller Sande für den Bau eignen, denn er darf nicht zu fein sein und muss Ecken und Kanten aufweisen, die beim Bau für die nötige Reibung sorgen. Hinzu kommt, dass nicht überall, wo geeigneter Sand zu finden ist, dieser dort auch abgebaut werden darf. So verfügt allein Deutschland theoretisch zwar über ein ausreichendes Sandvorkommen – in Naturschutzgebieten, unter Schienen und in vielen Kommunen kann dieser allerdings aus technischen oder politischen Gründen nicht abgebaut werden.

 

Alternativen der Sandverarbeitung

Das Ergebnis des Sandmangels wird sein, dass sich das Bauen und entsprechend Häuserpreise und Mieten erhöhen werden. Aus diesem Grund gibt es bereits Ansätze für Alternativen.

 

So wollen Forscher des Fraunhofer-Instituts Alternativen mit recycelten Baustoffen schaffen. Alle Abfälle, die kleiner als 2 Millimeter sind, sollen dafür herausgefiltert und zu einem nachhaltigen Wertstoff verarbeitet werden. Hierzu wurde ein Infrarot-Verfahren entwickelt, das die Partikel nach Farben und damit nach Material erkennt, wonach sie schließlich sortiert und neu zusammengesetzt werden.

 

Einen anderen Ansatz verfolgt der Münchner Chemiker Helmut Rosenlöcher. Er hat eine Technologie entwickelt, die den feinen, kantenlosen Wüstensand tauglich für den Bau macht. Ausgerechnet aus den Wüstenstaaten erhält er seitdem eine große Nachfrage. Zwar können Verfahren, die Wüstensand zu Bausand aufbereiten, längerfristig Abhilfe für den Sandmangel schaffen und die Strände retten, von denen in manchen Erdteilen im großen Stil Sand für den Bau abgetragen wird. Das Problem verlagert sich damit allerdings nur und greift ein anderes Ökosystem an.

 

 

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