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Asekurado Blog

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Das Modell „Planer Allianz“ kann sich auch für andere Leistungsbilder lohnen

„Du, ich kenne da jemand, der will bauen. Ruf den doch mal an und berufe Dich dabei auf mich. Ich habe ihm schon gesagt, dass Du dich bei ihm meldest". Diese „Auftragsbeschaffung per Mundpropaganda“ funktioniert im engen regionalen Bereich. Wenn es aber um weiter entferntere, vor allem aber auch um größere Projekte geht, für die Ihr Büro zu klein ist, brauchen Sie andere Maßnahmen und Rezepte. Sie brauchen Allianzen. Und in der Tat: Es gibt (vor allem auf der fachplanerischen Ebene) welche, denen Sie sich anschließen können. Noch besser ist es aber wohl, selber Allianzen zu schmieden. Lernen Sie deshalb einige Allianzen kennen, erfahren Sie, wie diese funktionieren.

Die PlanerAllianz

Die PlanerAllianz GmbH & Co. KG ist ein Zusammenschluss von Ingenieurbüros der technischen Ausrüstung tätig sind. Durch die hohe Motivation und das hohe Verantwortungsempfinden in den kleineren Büro, gepaart mit einer zentralen Projektverwaltung und -abwicklung auf höchstem technischen Niveau, und durch ständige Weiterbildungsmaßnahmen hat sich die Allianz, so ihre Eigendarstellung, mittlerweile als eine echte Konkurrenz zu den großen Planungsbüros Deutschlands etabliert. Das zeichnet das Konstrukt aus:

  • Die PlanerAllianz wirbt nur um Aufträge, die keine Gesellschafterin als eigenständiges Büro ableisten kann oder will. Sämtliche, durch die PlanerAllianz angenommenen Aufträge, sind deshalb On-Top zum eigenen Geschäft.

  • Die PlanerAllianz kann auf viele und aktuelle Referenzen in allen Bereichen zurückgreifen. Veraltete (5-Jahres-Frist) oder nicht vorhandene Referenzbauvorhaben sind für das einzelne Problem oft ein richtiges Problem.

  • Die ursprüngliche Eigenständigkeit aller Büros bzw. Gesellschafterinnen bleibt wie gehabt. Der Zusammenschluss bezieht sich ausschließlich auf gemeinsame Tätigkeiten.

  • Mit der PlanerAllianz werden in aller Regel „schönere“ bzw. interessantere Aufträge, als kleinere Büros sie heute noch übertragen bekommen, abgewickelt.

  • Bisher lokal oder regional tätige Büros bekommen einen überregionalen, bundesweiten Auftritt und können sich damit über ihr bisheriges Wirkungsgebiet hinaus ausbreiten.

  • Spezialisierung möglich. Jede Kommanditistin kann sich dort auf ihre Stärken besser ausrichten und fokussieren, wo die anderen Leistungen über das Netzwerk der PlanerAllianz zur Verfügung stehen.

  • Eine Generalisierung ist gleichfalls möglich, da spezialisierte Beratungs- und Planungsleistungen (z.B. MSR-Technik, Gebäudeleittechnik, Instandhaltung, Betriebsführung und - Überwachung,…) über das Netzwerk der PlanerAllianz gebündelt und bezogen werden können.

 

Das Ingenieurwerk Hamburg

Die Idee des Ingenieurwerk Hamburg ist ähnlich, nur breiter, weil „leistungsbildübergreifend“. Ziel war und ist es, unterschiedliche planerische und beratende Ingenieurdienstleistungen an einem Standort zu bündeln, um auf diese Weise fachlich übergreifende Synergien zu schaffen. Deshalb setzt sich das Ingenieurwerk aus spezialisieren und erfahrenen Ingenieuren, Architekten, Naturwissenschaftlern, IT-Experten, Beratern und Projektmanagern zusammen. Sie bündeln ihr Fachwissen und realisieren gemeinsam und hocheffizient unterschiedlichste Projekte.

Das Ingenieurwerk hat an sich höhere Ansprüche als „herkömmliche“ Gemeinschaftskonzepte: Es sieht sich als innovativen Arbeitsraum für Ingenieure, die sich als zukunftsorientierte, progressive, agile Unternehmer verstehen, deren berufliches Engagement auf Hingabe fußt und die in besonderem Maße Wert auf eine mensch-betonte, organische Arbeitskultur legen. Die Arbeitsgebiete aller Ingenieurwerk-Partner ergänzen sich im bestmöglichen Sinne, orientiert am Leistungsbedarf bestehender und zukünftiger Kunden

Wesentlich für alle Ingenieurwerk Partner ist, dass sie (anders als bei der Planer Allianz) das Leistungsportfolio ergänzen. Jeder Unternehmer ist Spezialist auf seinem Gebiet. So erhält der Kunde alle Leistungen auf höchstem Niveau. Deshalb sucht das Ingenieurwerk noch Partner, die das Leistungsvermögen des gesamten Ingenieurwerks stärken., u.a. aus den Bereichen

  • Informationstechnologie

  • Energiekonzepte

  • Fördermittelberatung und gutachterliche Tätigkeiten

  • Baubiologie

  • Zertifizierer

  • Unternehmensberatung

  • Verfahrenstechnik und Anlagentechnik, Sicherheitstechnik, Lärmschutz

 

European network architecture

ENA ist ein Wirtschaftsverband mit dem Ziel, über die Grenzen und Regeln von Branchen hinaus, eine globale Welt zu leben und mitzugestalten. Es ist ein wachsendes interdisziplinäres Netzwerk von mehr als 40 namhaften Architekten, Ingenieuren, Herstellern und Dienstleistern für verantwortungsvolles Bauen – mit den Schwerpunkten aktiver Austausch, quer denken, verändern von Blickwinkeln. Auf dieser Grundlage entstehen neue Ansätze und Ideen, Visionen, Entwürfe, Planungen, Standards und Produkte, die ganzheitlich durchdacht zu zukunftsorientierten Lösungen führen – für Menschen und Bauwerke.

Ena sieht sich als „Netzwerk der Besten“. Gesucht werden Marktführer, Macher, Initiatoren und Vordenker - die mit uns Ideen, Prozesse und Ergebnisse in und für Architektur, Bauwerke und Infrastruktur voranbringen. Engagement steht hier vor Reputation. Ziel ist es Partner zu finden, die inhaltlich und persönlich zur Weiterentwicklung des Qualitätsanspruches und zur Erweiterung der Kompetenzen des Netzwerkes einen spürbaren Beitrag leisten. 

Zur Aufnahme erforderlich sind zwei Paten, die die Mitgliedschaft begleiten sowie das Einverständnis aller Mitglieder. Gerne sucht ena bei Interesse an ena das Gespräch mit Ihnen und lädt Sie zu einem ersten „Beschnuppern“ ein. „Ein Anruf/Email verbindet“.

Fazit

Institutionalisierte Zusammenschlüsse auf der Planerseite gibt es noch überraschend wenig. Der Marktdruck ist wohl (noch) zu gering. Dabei sind die Konzentrationstendenzen unübersehbar. Der Schweizer Versorger BKW hat gefühlt „schon eine ganze Armada“ an deutschen Planungsbüros zusammengekauft; bei SWECO ist es ähnlich. Andere große Büros in Deutschland haben fusioniert und ihre Kompetenzen erweitert.

Was folgt daraus für Sie? Sie müssen sich fragen, welche Geschäftsfelder für Sie zukunftsträchtig sind und welche zum Büro passen. Das geht u. a. einher mit folgenden Fragen: „Will ich mir das Know-how dafür selbst aneignen?“ „Suche ich mir Büros, die das Know-how haben und integriere sie in mein Büro?“ „Reicht es, strategische (institutionalisierte oder nur informelle) Partnerschaften mit Büros einzugehen, die das Know-how besitzen?“ Ist das „klein und fein Bleiben“ Ihr Ziel, müssen Sie Ihr spezielles Know-how stets fortentwickeln. Egal, wohin Ihr Weg führen soll – Sie müssen ihn irgendwann definieren und dann einschlagen. Viel Erfolg.

 

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