Berechnen Sie jetzt ihren Beitrag
Berechnen Sie jetzt ihren Beitrag

Asekurado Blog

Lesen Sie hier regelmäßig die spannendsten Themen und Neuigkeiten für Architekten, Ingenieure sowie die IT-Branche.

Plattenbauten und Betonbrutalismus galten einige Jahrzehnte lang als verpönt, hässlich und brachial. Während sie in den 1950er-Jahren als modernes Verständnis von Architektur gefeiert wurden, das auch der Architektur des Nationalsozialismus etwas entgegensetzen sollte, sank die Euphorie gegen die 1990er-Jahre erheblich. Das hing nicht nur mit der häufig großen und raumgreifenden Form und den roh dargestellten Materialien zusammen. Sondern auch damit, dass die Gebäude im Laufe der Zeit immer mehr verwitterten, Moos ansetzten und ungepflegter aussahen.

 

Unterschiede in Nutzung und Gestalt 

Der Unterschied zwischen Plattenbauten und Betonbrutalismus findet sich vor allem in der Nutzungsart sowie dem Design. Plattenbauten waren vor allem für das Wohnen konzipiert – möglichst viele Menschen sollten auf möglichst wenig Raum möglichst günstig untergebracht werden. Darüber hinaus wurden Plattenbauten rein funktional gebaut, ohne Berücksichtigung bestimmter Formen oder Gestaltung. Unter anderem deswegen kam die Platte in Verruf – als zu anonym und billig wurde sie im Laufe der Zeit empfunden.

 

Bauten im Stil des Betonbrutalismus wurden vor allem für öffentliche und Verwaltungsgebäude genutzt wie beispielsweise Universitäten, Behörden oder Bibliotheken. Darüber hinaus lagen ihnen trotz ihrer klaren und harten Kanten und Linien gestalterische Ideen zugrunde, die meist auf Geometrie beruhten.

 

Neuer Umgang mit alten Bauten 

Heute scheint es für beide Gebäudearten auf unterschiedliche Weise ein Comeback zu geben. Zwar spaltet der Betonbrutalismus auch im 21. Jahrhundert noch die Meinungen. Viele empfinden ihn nach wie vor als hässlich und wünschen sich, die Bauten würden abgerissen werden. Doch es gibt auch Befürworter, die sich für den Erhalt und Bestand einsetzen. Wichtige Gebäude des Betonbrutalismus sollen weltweit kartographiert, visuell zugänglich gemacht und unter Denkmalschutz gestellt werden. Dafür wurde sogar der Hashtag #SOSBrutalism eingeführt.

 

Auch der Plattenbau erfährt eine neue Hinwendung. Im Osten Deutschlands gibt es Projekte, die die leerstehenden Gebäude erhalten wollen – aber an die neue Zeit angepasst. Sie werden daher nicht vollständig abgerissen, sondern verschlankt und verkleinert, indem unter anderem die oberen Etagen abgetragen werden. So sollen die Gebäude wieder menschliche Dimensionen erhalten. Ein neues Anlegen von Gärten und die Hinführung des Blickes in die Landschaft sollen zusätzlich die Lebensqualität erhöhen.

 

Wenn Sie sich für Haftpflichtversicherungen für Architekten interessieren und mehr Informationen wünschen, dann kontaktieren Sie uns!

Berufshaftpflicht vergleichen

Sie benötigen weitere Info’s?

Hier geht’s zum Blog

Mitarbeiterwohnungen: Ein Architektenthema mit zwei spannenden Facetten

Das Thema „bezahlbares Wohnen“ ist schon so abgegriffen, dass man dazu eigentlich gar nichts mehr lesen will. Anders sieht es aus, wenn man das...

Link to go

Bauen in der Landwirtschaft – Feld für Architekten und Bauingenieure

Das Bauen in der Landwirtschaft verändert sich wie das Bauen in den Städten – Modernisierungen sowie ein Anstieg der Nutztierzahlen sind nur zwei...

Link to go

Damit der Architekt ein Generalist bleiben kann, braucht er Spezialisten

Wie wird das Architektur- und Ingenieurbüro der Zukunft aussehen? Oder: „Wie muss mein Büro aufgestellt sein, dass ich auch in zehn Jahren noch...

Link to go