Asekurado Blog

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Die Digitalisierung hat längst Einzug gehalten in die Branche; in einigen Büros mehr (BIM), in anderen weniger.  Experten, Kammern und Verbände prognostizieren, dass der Einzug digitaler Technologien das Bauen in den kommenden Jahren von Grund auf verändern, erfolgreiche Geschäftsmodelle von heute über den Haufen werfen wird. Wie aber genau und wie müssen Sie als Büro darauf reagieren? Auf diese Fragen suchten sowohl der Deutsche Architektentag als auch der Bundeskongress des VBI im Herbst 2019 Antworten. Wer bei beiden Veranstaltungen zugegen war, weiß: Es existiert vor allem wegen BIM eine Vorstellung davon, wie die Digitalisierung die Prozesse verändern wird. Inwieweit dabei aber auch Künstliche Intelligenz eine Rolle spielen und planerische Arbeit ersetzen wird, dazu kann man aktuell nichts Belastbares sagen.

Der Stand der Dinge ist so: Die Forschung hat das Thema auf dem Schirm. Beim Deutschen Architektentag konnte die RWTH Aachen z. B. einigermaßen stolz verkünden, dass weltweit innerhalb kürzester Zeit 20.000 Bachelor-Studiengänge „Robotik in der Architektur“ eingerichtet worden sind. Deutschland ist da dabei – und hier also „mittendrin“. Halten Sie diese Entwicklung also im Auge. Aus diesen Studiengängen werden die künftigen „Highflyer“ abgehen.

Beim VBI-Bundeskongress haben die „KI-Forscher“ Franz Kühmayer und Prof. Dr. Andreas Dengel vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz DFKI klargemacht, dass KI einige gängige Leistungen der Ingenieure ersetzen wird. KI sei aber auf absehbare Zeit nicht in der Lage, kreative Leistungen zu erzeugen und empathisch zu handeln. Das ist und bleibe eine Domäne der Menschen in Planungsbüros.

Was lernen Sie daraus: Wer sein Büro für die Zukunft rüsten will, ist gut beraten, die technologischen Entwicklungen mitzuverfolgen und, wo es sinnvoll ist, im Büro auch umzusetzen. Die eine richtige Umsetzungsstrategie gibt es nicht. Jedes Büro muss sich selbst hinterfragen und für sich den Weg in die Zukunft beschreiben.

Wie konkret Ihr Berufsbild heute schon von der Digitalisierung bzw. Automatisierung tangiert oder bedroht ist, darüber können Sie sich über den Futuromat bei der Bundesagentur für Arbeit https://job-futuromat.iab.de/ einen ersten Überblick verschaffen. Bei einem Vermessungsingenieur etwa ist die Automatisierbarkeit heute schon „mittel“. Dort könnten jetzt schon 55 Prozent der Tätigkeiten von Robotern übernommen werden, beim „normalen“ Architekten dagegen sind es erst 23 Prozent, beim Ingenieur für Lüftungstechnik dafür aber sogar 64 Prozent.

Egal, für wie „belastbar“ oder sinnvoll man diese Zahlen hält. Sie zeigen die Richtung. Und sie sollen Sie „dafür sensibilisieren, wo neue Geschäftsmodelle entstehen, der Kollege Roboter an die Bürotür klopft“, so VBI-Präsident Jörg Thiele beim BVI-Tag wörtlich. Wie sind Ihre Erfahrungen und Ihre Erwartungen? Wie rüsten Sie sich?

Lassen Sie uns an Ihrer Meinung teilhaben. Schreiben Sie an info@asekurado.de.

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