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Immer wieder stellt sich die Frage des Haftpflichtversicherungsschutzes bei freien Mitarbeitern in Planungsbüros. Sind sie in Schadenfällen mitversichert oder kann der Versicherer sie in Regress nehmen? Hier muss oftmals im Einzelfall entschieden werden, denn der Versicherungsschutz hängt davon ab, ob der Mitarbeiter rechtlich als freier Mitarbeiter oder als Subplaner, also als Inhaber eines selbständigen Büros, eingestuft werden kann. Darüber hinaus kommt es auf die jeweilige Gestaltung des Haftpflichtversicherungsvertrags an.

Freier Mitarbeiter oder Subplaner?

Grundsätzlich gilt: Ein Sub-Büro muss über eine eigene Haftpflichtversicherung verfügen und kann im Falle eines Schadens in Regress genommen werden. Nicht so ein freier Mitarbeiter, der in der Regel über die Haftpflichtversicherung des Auftraggebers abgesichert ist. Eine genaue Abgrenzung bzw. eine allgemeingültige Unterscheidung zwischen einem freien Mitarbeiter und einem Sub-Büro gibt es allerdings nicht.

Aus diesem Grund muss bei der Frage, ob der Mitarbeiter mitversichert ist, zunächst geklärt werden, welchen Status er gegenüber dem auftraggebenden Architekten inne hat. Hierzu gehört unter anderem die Frage, ob der Mitarbeiter weisungsgebunden arbeitet bzw. wie viel Verantwortung er trägt. Denn allein die Tatsache, dass er seine Leistungen in Rechnung stellt und kein Arbeitsvertrag vorliegt, macht ihn noch nicht automatisch zu einem selbständigen freien Mitarbeiter.

Haftpflichtfragen im Vorhinein klären

Um von vornherein Unstimmigkeiten zu vermeiden, gibt es daher zwei Möglichkeiten: Handelt es sich bei dem Mitarbeiter um ein selbständiges Planungsbüro, sollte sichergestellt sein, dass dieses über einen eigenen Versicherungsschutz verfügt. Subplaner sollten sich nicht darauf verlassen, dass sie in die Haftpflichtversicherung des Auftraggebers eingebunden sind.

Handelt es sich um einen freien Mitarbeiter, muss dieser vom auftraggebenden Architekten bei dessen Versicherung angemeldet und mitversichert werden. Der Mitarbeiter sollte sich von jedem seiner Auftraggeber eine schriftliche Bestätigung über den Versicherungsschutz geben lassen. Grundsätzlich sollten Arbeitsverträge immer schriftlich geschlossen und die Versicherungsregelung festgehalten werden. Andererseits kann es nicht nur für den Mitarbeiter problematisch werden: Entscheidet in einem Streitfall das Gericht, dass der Mitarbeiter nicht in Regress genommen werden kann, haftet der Architekt unter Umständen mit seinem Privatvermögen.

 

Wenn Sie sich umfassender über Versicherungsverträge für freie Mitarbeiter informieren möchten, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

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