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Einige Häuser, die auf dem Markt bereitstehen, verfügen nicht über einen Keller. Das kann unterschiedliche Gründe haben – entweder die Bauherren wollten beim Hausbau sparen und haben aus Kostengründen auf einen Keller verzichtet, oder die Beschaffenheit des Untergrunds hat einen Kellerbau unmöglich gemacht. Für Eigentümer von Häusern ohne Keller stellt sich daher mitunter die Frage, ob eine nachträgliche Unterkellerung Sinn macht oder ob es Alternativen gibt.

 

Statik- und Kostenfrage 

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass eine nachträgliche Unterkellerung eines Hauses aufwendig, kostspielig und mit Risiken verbunden ist. Sie lohnt sich daher nur in den seltensten Fällen und sollte zuvor von einem Statiker oder einem Tragwerksplaner geprüft werden. Denn zum einen kann es sein, dass der Untergrund beispielsweise durch zu viel Grundwasser oder Fels nicht geeignet ist für eine nachträgliche Unterkellerung. Zum anderen kann auch die Statik des Hauses beeinträchtigt werden, sodass das Projekt nicht bei allen Häusern durchführbar ist. Bei Altbauten sind nachträgliche Unterkellerungen in der Regel gar nicht zulässig.

 

Aber selbst, wenn aus statischer Sicht einer Unterkellerung nichts entgegenspräche, stellt sich immer noch die Kostenfrage. Der Kellerbau während eines Neubaus beträgt 20.000 bis 40.000 Euro – eine Summe, die bei einem nachträglichen Keller um ein Vielfaches überstiegen wird. Oftmals lohnt sich vor allem bei großen Gebäuden der Aufwand gegenüber dem Nutzen nicht. Auch ist es nicht einfach, eine Baufirma zu beauftragen, da viele Unternehmen derartige Aufträge ablehnen.

 

Alternativen: Anbau und Gartenunterkellerung

In den meisten Fällen ist es daher sinnvoll, sich über Alternativen zum nachträglichen Keller Gedanken zu machen. Diese sind oft günstiger und einfacher umsetzbar.

 

Ist genügend Grundstücksfläche vorhanden, kann ein Anbau die bessere Variante sein. Er hat auch den Vorteil, dass man die Räume frei planen und gestalten kann und sich nicht am Grundriss des Hauses orientieren muss. Darüber hinaus kann der Anbau unterkellert werden.

 

Außerdem kann es auch sinnvoll sein, den Garten zu unterkellern, wenn man für einen Anbau keine zusätzliche Fläche zur Verfügung stellen kann oder will. Eine Gartenunterkellerung gehört zwar zu den eher unüblichen Bauvorhaben, ist aber durchaus umsetzbar. Allerdings benötigt man auch hier ein Bodengutachten beziehungsweise eine Genehmigung. Der Bau erfolgt in der Regel durch Gasbetonsteine oder eine weiße Wanne. Anschließend kann wieder Erdreich über den Keller gelegt und begrünt werden. Alternativ ist es auch möglich, Terrassen zu unterkellern.

 

Fazit

Die nachträgliche Unterkellerung eines Gebäudes hängt von verschiedenen Faktoren ab und lohnt sich nur in Ausnahmefällen. Besser ist es, auf Alternativen auszuweichen, die weniger Risiken für die Statik bieten und deutlich günstiger sind.

 

 

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