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Asekurado Blog

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In Zeiten der Flüchtlingskrise geht es für viele Städte und Kommunen darum, möglichst ausreichende Flüchtlingsunterkünfte in möglichst kurzer Zeit für die Ankömmlinge zur Verfügung zu stellen. Das resultiert oft in Massenunterbringungen, die für sich genommen bereits unwürdig sind. Bei ihrer Konzeption wird zusätzlich die Lebenswirklichkeit der Flüchtlinge völlig außer Acht gelassen – was zu Aggressionen und Traumata führt. Dabei gibt es Möglichkeiten, die Unterbringung angemessen und dennoch bezahlbar zu gestalten.

Flüchtlingswohnungen: Standort und Unterbringung

Einer der größten Fehler, die beim Bauen von Flüchtlingsunterkünften in Deutschland gemacht werden, ist der Standort der Wohnungen. Sie befinden sich oftmals in Randgebieten, was eine Integration fast völlig unmöglich macht. Die Bevölkerung nimmt die Flüchtlinge als Fremde wahr, gleichzeitig sind sie so abgeschieden, dass sie teils weder Einkaufsmöglichkeiten noch Zerstreuung haben.

Darüber hinaus sind die Flüchtlinge durcheinander gewürfelt ungeachtet ihrer jeweiligen Herkunft und Kultur. Verschiedene Lebensweisen können auf so engem Raum nicht nebeneinander existieren. Einige Architekten fordern daher, dass die Unterkünfte verkleinert werden, damit sie nicht nur besser in Städte integriert werden können, sondern auch die jeweiligen Bedürfnisse der Flüchtlinge beachten. Sinnvoll ist es daher, sich an der Architektur der Herkunftsländer zu orientieren oder mit Architektenkollegen aus den jeweiligen Ländern zusammenzuarbeiten.

Bürogebäude, Holzcontainer und Reihenhäuser für Flüchtlinge

Wie die Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland konzipiert sein sollten, hängt auch stark davon ab, ob sie sich in Groß- oder Kleinstädten befinden. Platzmangel in Großstädten kann man beispielsweise umgehen, indem leerstehende Bürogebäude als Flüchtlingswohnungengenutzt werden. Auch Flachdächer sind gute Plätze, um dort Unterkünfte zu errichten.

Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, Wohnungen in der bisher bekannten Containergröße zu bauen, die einladender und wohnlicher aussehen. Ein Beispiel dafür ist das Wohnprojekt von Werner Sobeck bei Stuttgart, wo containergroße Behausungen mit Lärchenholz umhüllt wurden, die recycelbar sind. Auch innerhalb der Wohnräume ist alles mit Holz ausgekleidet, wodurch ein wärmeres, behaglicheres Ambiente geschaffen wird. Darüber hinaus können diese Unterkünfte bei abnehmendem Bedarf durch die Flüchtlinge als Sozial- oder Studentenwohnungen nachgenutzt werden. Reihenhäuser für Flüchtlinge sind ebenfalls eine Option und können später ohne Probleme weiterverwendet werden.

Ein weiterer Nebeneffekt der Flüchtlingswohnheime ist die längst fällige Neugestaltung der Bautechnik, die zu reglementiert ist, sodass auch der normale Wohnungsbau darunter leidet. Um würdige Flüchtlingsarchitektur möglich zu machen, müssen viele Restriktionen hinterfragt werden.

 

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