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Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind weder insgesamt noch für die IT-Branche vollständig abzusehen. Es gibt allerdings ein aktuelles Stimmungsbild sowie Szenarien für laufende IT-Projekte. Darüber hinaus sollten IT-Unternehmen und IT-Dienstleister Konsequenzen und Handlungsmöglichkeiten für die Zukunft ableiten.

 

Negative Auswirkungen spürbar

Zwar gilt die IT- beziehungsweise Digitalbranche derzeit als einer der wichtigsten Pfeiler, der das gesellschaftliche wie wirtschaftliche Leben nach wie vor aufrecht erhält, allerdings beeinflusst auch hier der Corona-Virus die Stimmung. Ein Drittel der Unternehmen verzeichnete einen Nachfragerückgang, gleichzeitig gaben 55 Prozent der Unternehmen an, dass die Pandemie negative Auswirkungen habe.

 

Knapp die Hälfte – 43 Prozent – gaben an, keinerlei Auswirkungen zu spüren und drei Prozent schätzten sie als positiv ein. Allerdings rechnet laut Bitkom mehr als die Hälfte der Unternehmen mit einer weiteren Verschlechterung innerhalb des nächsten halben Jahres.

 

Konsequenzen für den Handel mit China 

Innerhalb der IT-Unternehmen gab es Maßnahmen, auf die Pandemie zu reagieren – insbesondere in solchen Firmen, die enge Handelsbeziehungen zu China unterhielten. So wurden Geschäftsreisen dorthin verboten, es werden wenig oder keine Produkte mehr aus China empfangen, darüber hinaus werden Produktionen zurückgefahren oder ganz eingestellt. Die belasteten Beziehungen zu China haben auch deswegen gravierende Auswirkungen auf die Wirtschaft, weil das Land innerhalb der IT der wichtigste Handelspartner Deutschlands ist.

 

Bedeutung für laufende IT-Projekte

Mit den Auswirkungen auf die Wirtschaft und einzelne Unternehmen gehen auch Auswirkungen auf laufende IT-Projekte einher, wovon unter anderem IT-Dienstleister betroffen sind. Die Corona-Pandemie berührt in vielen Fällen bestimmte Vertragspunkte beziehungsweise den geplanten Fortgang eines Projekts, was die Frage nach sich zieht, was dies für die weitere Vertrags- und Projektgestaltung bedeutet.

 

Je flexibler bei einem Projekt vollständig auf Remote- beziehungsweise Heimarbeit umgestellt werden kann, umso weniger ist es in seiner Zielerreichung beeinträchtigt. Wie in jeder Krise ist auch hier die Kommunikation der wichtigste Faktor, um eine Gefährdung des Projekts zu vermeiden. Alle Beteiligten, intern sowie extern, müssen verständlich über neue Maßnahmen, Verlagerung von Teilzielen in andere Bereiche oder Deadline-Verschiebungen informiert werden.

 

Corona-Krise und Projektverträge 

Es gibt Fälle, in denen auch vertragliche Vereinbarungen direkt betroffen sind. Hier muss geprüft werden, ob die Klausel der „höheren Gewalt“ gilt beziehungsweise in wie fern sie im Projektvertrag verankert ist. Auch wenn es derzeit keine verbindliche Rechtsprechung darüber gibt, ob der Corona-Virus als eine solche anzusehen ist. Eine Alternative ist, sich an den AGB zu orientieren und daraus das weitere Vorgehen hinsichtlich einer Corona-bedingten Verzögerung abzuleiten beziehungsweise zu prüfen, ob eine Unmöglichkeit der Leistungserbringung oder eine Störung der Geschäftsgrundlage vorliegt.

 

Eine massive Einschränkung des Projekts durch Corona muss nicht immer das Ende des Vorhabens nach sich ziehen. Je nach Fall können Projekte durch einen Änderungsvertrag oder die Beauftragung (weiterer) Sub-Unternehmer gerettet werden. Das empfiehlt sich vor allem, wenn das Projekt bereits weit fortgeschritten ist. Darüber hinaus sollte in Zukunft vertraglichen Klauseln über Naturgewalten und unvorhersehbaren Krisen mehr Bedeutung beigemessen werden.

  

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