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Asekurado Blog

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Häuser auf und unter dem Meer – was wie Zukunftsmusik oder Stoff für Romane klingt, könnte irgendwann Wirklichkeit werden. Architekten aus verschiedenen Ländern haben sich der Idee verschrieben, Häuser oder ganze Metropolen zu entwerfen, die auf dem Meer funktionieren und weitgehend autark sind. Damit will man unter anderem den klimatischen Veränderungen und der steigenden Bevölkerungsanzahl begegnen. Auch zur Energieversorgung sollen die gebauten Inseln beitragen.

 

Schwimmende Städte auf dem Meer

Laut der Architekten, die sich mit den Meeresprojekten beschäftigen, wie beispielsweise Sarly Adre Sarkum aus Kuala Lumpur, schaffen die Meeresstädte Natur, anstatt sie zu zerstören. Entwürfe wie sein Waterscraper sehen vor, dass hauptsächlich unter der Wasseroberfläche gewohnt und gearbeitet wird. Dickes Glas schützt einerseits die dort lebenden Menschen, andererseits wird vom Meer reflektiertes Licht hereingelassen.

 

Die Bauten werden durch ein System von Gewichten und Tanks in ihrer Position gehalten und bestehen aus robustem Material, das lange dem Salzwasser standhalten kann. Eine weitere Herausforderung sind Stürme und Unwetter, durch die die schwimmenden Städte nicht aus dem Gleichgewicht gebracht werden dürfen.

 

Maritime Selbstversorgung

Die obere Hälfte dient neben Anbauflächen für Nahrung und dem Auffangen von Regenwasser unter anderem zur Energiegewinnung: Photovoltaikanlagen fangen das Sonnenlicht ein und Windräder wandeln Wind in Energie um. Darüber hinaus lassen sich dank Turbinen auch unterschiedlich starke Meeresströmungen zur Energieerzeugung nutzen. Auf diese Weise wären die Inselstädte vom Festland unabhängig und schaden bei der Energieerzeugung auch nicht der Umwelt.

 

Kalifornischer Prototyp vor Tahiti

Konkrete Pläne hat man auch in Kalifornien. Das dort ansässige Seasteading Institute will das maritime Leben mit einem Projekt in Französisch-Polynesien testen. Dort will man eine Siedlung auf dem Meer bauen – mit unterstützt wird das von dem ehemaligen Software-Entwickler Patri Friedman initiierte Vorhaben von PayPal-Gründer Peter Thiel. Dabei hat man sich ein ambitioniertes Zeitlimit gesetzt: Bereits in wenigen Jahren will man mit dem Bau beginnen. Allerdings soll die Insel aus umweltverträglichem Geopolymer-Beton bestehen, dessen Massenproduktion aber noch auf sich warten lässt. Da das Thema „Städte auf dem Meer“ noch in den Kinderschuhen steckt, hat man sich für dieses Projekt entschieden, nicht auf hoher See zu bauen, sondern in Landnähe vor Tahiti.

 

Kritik an den Meeresbauten

Kritiker zweifeln allerdings die tatsächliche umfangreiche Umsetzbarkeit solcher Projekte an. Konkret wurden bisher nur kleinere Projekte realisiert, wie der Umbau von Bohrinseln oder Kreuzfahrtschiffen. Auch unterstreichen die Kritiker, dass schwimmende Städte eine Reaktion auf den Klimawandel sind, aber keine Lösung. Letztendlich wird abzuwarten sein, ob und in wie weit sich Meere und Ozeane als Lebensraum nutzen lassen.

 

 

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