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Die Kunst der Bahnhofsarchitektur begann vor allem, sich im 19. Jahrhundert zu entwickeln. Da es bis zu diesem Zeitpunkt keine derartigen Zweckbauten gab, stellten sie Architekten und Planer vor besondere Herausforderungen – nach und nach entwickelte sich die Bahnhofsarchitektur daraufhin zu einer eigenen Ingenieurskunst. Große Glas- und Stahlkonstruktionen wie die des Kölner Hauptbahnhofs wurden errichtet und als Kathedralen der Mobilität und der Moderne bezeichnet. Die hohen Gewölbe hatten zwar auch die Aufgabe, die Folgen der Dampf- und Rauchentwicklung einzudämmen, gleichzeitig wollte man mit den großen Dimensionen ein neues Zeitalter einläuten.

 

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren Bahnhofsgebäude von verschiedenen vorangegangenen Architekturstilen geprägt, wurden aber ab den 60er-Jahren vernachlässigt.

 

Gestiegene Sicherheitsansprüche 

Heute stellen sich andere Anforderungen an die Architektur von Bahnhöfen – es werden mehr Menschen transportiert, entsprechend müssen auch die Gebäude ausgelegt sein, darüber hinaus spielt auch der Sicherheitsaspekt eine größere Rolle. Letztendlich sind Bahnhöfe auch eine Schnittstelle zwischen Gebäude- und Stadtplanung, weswegen ihnen ein ästhetischer Auftrag zukommt. Sie müssen vermehrt in das vollständige Stadtbild passen.

 

Insbesondere bezüglich eines erhöhten Sicherheitsanspruchs ist es in Deutschland schwierig, die Bahnhöfe baulich anzupassen, da ihre unterschiedliche Gestaltung und die verschiedenen Zugtypen eine einheitliche Lösung unmöglich machen. Anders sieht es beispielsweise in Asien aus, wo an den Bahnhöfen von China, Japan oder auch Thailand Glaskonstruktionen und Schranken verhindern, dass Passagiere auf die Gleise geraten. Die Glastüren und Schranken öffnen sich erst, sobald der Zug bereits eingefahren ist. An vielen anderen Bahnhöfen in Europa gelangt man erst auf die Gleisplattformen, nachdem man ein gültiges Ticket vorgezeigt hat.

 

Praktische und ästhetische Anreize

Neben dem Sicherheitsaspekt stellt sich auch die Frage nach der Gestaltung der Bahnhöfe, um das erhöhte Passagieraufkommen und Umwelt- beziehungsweise ästhetische Aspekte aufzunehmen. International gibt es hierfür die unterschiedlichsten Vorschläge, die zum Teil umgesetzt werden.

 

So soll sich der Bahnhof im Kopenhagener Stadtteil Vinge in die Stadt einfügen anstatt sie mit einer massiven Konstruktion zu spalten. Durch die runde Gestaltung kann der Bahnhof von allen Seiten betreten werden, darüber hinaus ist der Bahnhof auf unterschiedlichen Höhen angelegt. Das entspricht nicht nur einer natürlicheren Anordnung, sondern ermöglicht auch, dass mehr Züge gleichzeitig an- und abfahren können. Eine parkähnliche Anlage um den Bahnhof herum bildet den Übergang zur Stadt.

 

In Kaohsiung in Taiwan steht man vor einem anderen Problem: Durch das hohe Verkehrsaufkommen heizt sich die Stadt schnell auf, was man mit einer natürlichen Kühllösung regulieren will. Ein neuer Bahnhof soll eine mehrere Tausend Quadratmeter große begrünte Dachfläche erhalten, die die Temperatur regelt und gleichzeitig für einen schönen Anblick sorgt. Das Projekt soll 2024 in Betrieb gehen.

 

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