Berechnen Sie jetzt ihren Beitrag
Berechnen Sie jetzt ihren Beitrag

Asekurado Blog

Lesen Sie hier regelmäßig die spannendsten Themen und Neuigkeiten für Architekten, Ingenieure sowie die IT-Branche.

Der Schallschutz ist eine vergleichsweise schwierige Komponente beim Bau, da er zum einen nicht eindeutig festgelegt ist und sich zum anderen je nach Gebäude unterschiedliche Anforderungen an den baulichen Schallschutz bzw. die Schallschutzklassen ergeben. Der Schallschutz kann demnach für den Architekten schnell zu einem Haftungsproblem werden, wenn im Vorfeld nicht umfassende Beratungen und Festlegungen im Architektenvertrag erfolgt sind und sich Schallschutzmängel ergeben.

Aufklärungspflicht des Architekten über Schallschutzmaßnahmen

Der Architekt hat die Pflicht, den Bauherren über Schallschutzmaßnahmen bzw. die Mindestanforderungen beim jeweiligen Bauvorhaben aufzuklären. Dabei spielt die Wahl des Materials genauso eine Rolle wie der Grundriss des Hauses. Die Schallisolierung sollte im Vorhinein geplant und entsprechend durchgeführt werden, weil ein nachträglicher Schallschutz umso schwieriger sind. Dem Architekten steht dafür beispielsweise eine Software zur Verfügung, die die Schallübertragung anhand des geplanten Entwurfs berechnet und die erforderlichen Schallschutzmaßnahmen generiert.

Unter anderem Wasserleitungen sind ein schallschutztechnisches Problem und sollten mit besonderer Sorgfalt behandelt werden. Durch sie können Schallbrücken entstehen, die jedweden Wasserfluss im Haus hörbar machen. Die Anordnung der Räume spielt ebenfalls eine große Rolle – so sollten Küche und Bad beispielsweise möglichst übereinander angeordnet werden, um Schallschutzmängel zu vermeiden. Darüber hinaus ist auch die Trittschalldämmung zu beachten.

Verantwortung gegenüber Bauherr und Aufsichtspflicht

Die anerkannten Regeln der Technik geben keine eindeutige Antwort bezüglich der Frage, welche Schallschutzmaßnahmen ausreichend sind. Der Architekt ist daher verpflichtet, den Bauherren über die Möglichkeiten der Schallisolierung und deren Kosten aufzuklären. Dabei muss er aber die Wünsche und Vorstellungen des Bauherrn beachten und diesen nicht bevormunden. Das Beratungshonorar für diese Leistungen ist in der HOAI festgelegt, es steht allerdings oft in keinem Verhältnis zum Beratungsaufwand. Damit der Architekt Haftungsrisiken entgehen kann, sollten diese Vereinbarungen vertraglich festgehalten werden.

Doch nicht nur bei der Planung, sondern auch bei der Ausführung können Schallschutzmängel entstehen. Dem Architekten obliegt daher eine erhöhte Aufsichtspflicht gemäß Leistungsphase 8 der HOAI, um sicherzustellen, dass von den jeweiligen Gewerken die baulichen Schallschutzmaßnahmen umgesetzt werden.

 

Möchten Sie sich umfassender über die vertragliche Gestaltung bezüglich Schallschutzregelungen informieren? Dann kontaktieren Sie uns.

Berufshaftpflicht vergleichen

Sie benötigen weitere Info’s?

Hier geht’s zum Blog

Mitarbeiterwohnungen: Ein Architektenthema mit zwei spannenden Facetten

Das Thema „bezahlbares Wohnen“ ist schon so abgegriffen, dass man dazu eigentlich gar nichts mehr lesen will. Anders sieht es aus, wenn man das...

Link to go

Bauen in der Landwirtschaft – Feld für Architekten und Bauingenieure

Das Bauen in der Landwirtschaft verändert sich wie das Bauen in den Städten – Modernisierungen sowie ein Anstieg der Nutztierzahlen sind nur zwei...

Link to go

Quereinstieg in die IT-Branche – Wege und Aussichten

Wer sich beruflich umorientieren will und einen Quereinstieg in die IT-Branche in Erwägung zieht, hat gute Chancen. Der Fachkräftemangel...

Link to go