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Berufsunfähigkeitsversicherungen sind insbesondere für Selbständige unerlässlich – nicht zuletzt, weil die berufliche Belastung durch die intensivere Verantwortung höher ist. Berufsunfähigkeit bedeutet für Architekten daher oftmals eine Gefährdung der Existenz, wenn sie nicht ausreichend abgesichert sind. Worauf bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu achten ist, haben wir hier zusammengestellt.

Architekten haben unterschiedliche Möglichkeiten, sich gegen Berufsunfähigkeit abzusichern. Nicht alle davon sind allerdings empfehlenswert. So besteht beispielsweise die Option, sich über die Architektenversorgung des Versorgungswerks abzusichern. Diese ist aus unterschiedlichen Gründen allerdings minderwertig und sollte auf keinen Fall alleiniger Bestandteil der Berufsunfähigkeitsversicherung sein.

Unzureichende Leistungen des Versorgungswerks

Zwar sind beim Versorgungswerk geringere Beiträge zu zahlen als bei einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung, und es findet auch keine Gesundheitsprüfung statt. Das Versorgungswerk verfügt aber über strenge Regeln, nach denen die Zahlung bewilligt wird. So zahlt das Werk erst ab einer vollständigen Berufsunfähigkeit, die zu 100 Prozent gesichert ist. Das bedeutet im Fall der Architektenversorgung, dass der Architekt nicht nur nicht mehr an Bauprojekten mitarbeiten kann, sondern auch unfähig ist, in allen anderen Bereichen in seinem Berufsfeld zu arbeiten. Das schließt beispielsweise das Erstellen von Gutachten oder das Lehren an einer Universität ein.

Darüber hinaus muss die Zulassung zurückgegeben werden, wenn über das Versorgungswerk eine Berufsunfähigkeit für Architekten bezogen wird. Der Architekt hat dann keine Möglichkeit mehr, auf seinem Gebiet nebenbei geringere Einkünfte zu erzielen. Ein weiterer Nachteil der Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbständige beim Versorgungswerk ist außerdem, dass nach einer vorübergehenden Berufsunfähigkeit kein Anspruch mehr auf Bezüge besteht, wenn die Berufsunfähigkeit ein weiteres Mal auftritt. Hinzu kommt, dass selbst bei einer hundertprozentigen Berufsunfähigkeit die Bezüge durch das Versorgungswerk zu gering ausfallen, um einen akzeptablen Lebensstandard zu erhalten.

Vollständige Absicherung durch private Berufsunfähigkeitsversicherung

Aus diesem Grunde empfiehlt es sich für Mitglieder des Versorgungswerks, unbedingt zusätzlich eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. In den meisten Fällen liegt eine Berufsunfähigkeit bereits bei einer Einschränkung von weit unter 100 Prozent vor – eine Tatsache, der die privaten Berufsunfähigkeitsversicherungen Rechnung tragen.

Darüber hinaus verzichten die Versicherungen auf einen Verweis auf verwandte Tätigkeiten, wie beispielsweise die bereits erwähnte Gutachtenerstellung. Obwohl die Beiträge in diesem Fall zwar höher sind und von verschiedenen Faktoren abhängen, zahlt sich eine solche Versicherung im Schadenfall auf alle Fälle aus.

 

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