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Eine Bauvoranfrage, auch kleines Genehmigungsverfahren genannt, ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Genehmigungsfähigkeit des Bauvorhabens zweifelhaft ist. Die Anfrage kann vom Architekten oder Ingenieur gestellt werden, sofern er über eine Vollmacht des Bauherren verfügt. Sie bewahrt den Bauherren vor etwaigen unnötigen finanziellen Ausgaben, da im Vorfeld geklärt werden kann, ob eine Baugenehmigung höchstwahrscheinlich erteilt wird oder nicht. Sinnvoll ist außerdem, die Bauvoranfrage bereits vor einem möglichen Grundstückskauf zu stellen, um zu entscheiden, ob gekauft wird und zu welchem Preis.

Der Architekt bzw. Ingenieur steht darüber hinaus in der Beraterpflicht – auch aus Interesse am eigenen Honorar. Denn berät er den Bauherren nicht umfassend über die Erfolgsaussichten des Bauvorhabens und wird es abgelehnt, kann das Auswirkungen auf die Honoraransprüche haben.

Die Bauvoranfrage kann vom Architekten als besondere Leistung abgerechnet werden. Allerdings sollte er dies schriftlich mit dem Bauherren vereinbaren und an das Angebot anfügen. Der Architekt sollte mit dem Stellen der Bauvoranfrage so lange warten, bis er die Unterlagen vom Auftraggeber gegengezeichnet zurückerhält.

Das Wichtigste zur Bauvoranfrage

Die Bauvoranfrage ist in den Bundesländern unterschiedlich geregelt. Grundsätzlich gilt es einzureichen:


  • Baubeschreibung
  • Bauzeichnungen
  • Lageplan
  • Berechnungen
  • Fotos
  • Ggf. Einverständniserklärung der Nachbarn
  • Statische Berechnungen
  • Pläne zur Wasserversorgung

 

Beim jeweiligen Bauamt sollte telefonisch im Vorfeld erfragt werden, ob noch weitere Dokumente erforderlich sind. Die Voranfrage sollte so genau wie möglich ausfallen, da spätere Abweichungen dazu führen können, dass die Baugenehmigung nicht erteilt wird. Zu beachten ist außerdem, dass ein Bauvorbescheid, der bei einer genehmigten Bauvoranfrage erlassen wird, noch nicht zum Bau berechtigt. Meist wird allerdings die Baugenehmigung erteilt, wenn die Bauvoranfrage genehmigt wurde.

Gültig ist der Bauvorbescheid drei Jahre lang. Wurde innerhalb dieser Zeit keine Baugenehmigung beantragt, erlischt er. Bei der generellen Planung sollte man eine Bearbeitungszeit von drei bis sechs Monaten beachten.

 

Wenn Sie sich darüber informieren möchten, wie Sie die Bauvoranfrage vertraglich mit dem Auftraggeber regeln können, dann sprechen Sie uns an.

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