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Durch den demografischen Wandel ist auch das barrierefreie Bauen als Thema allgegenwärtig und betrifft nicht nur den behindertengerechten Umbau von Häusern. Auch Straßenbahnen, Schulen und andere öffentliche Einrichtungen sollen in Zukunft für jeden problemlos zugänglich sein. Was das genau bedeutet, ist derzeit allerdings noch nicht eindeutig definiert. Zu unterschiedlich sind die Bedürfnisse der verschiedenen Personengruppen. In jedem Fall bedeutet es für Architekten nicht nur eine besondere Planung, sondern auch Kreativität und Verhandlungsgeschick mit den Zulassungsbehörden, wenn es um barrierefreie Häuser geht.

Barrierefreie Häuser je nach Bedürfnissen

Barrierefreies Bauen wird oft mit behindertengerechtem bzw. rollstuhlgerechtem Bauen gleichgesetzt. Allerdings umfasst der Begriff heute viel mehr. Behinderungen sind unterschiedlicher Art – von körperlichen Einschränkungen wie Gehproblemen, Seheinschränkungen oder Hörbehinderungen bis hin zu kognitiven Störungen wie Demenz. Darüber hinaus meint Barrierefreiheit auch den einfachen Zugang für kleine Kinder oder Menschen, die mit Kinderwagen oder Fahrrad unterwegs sind.

Ein Haus oder eine Einrichtung bzw. öffentliche Verkehrsmittel für jede dieser Gruppen uneingeschränkt nutzbar zu gestalten, ist nicht möglich. Beispielsweise irritieren akustische Signale, die Menschen mit Sehbehinderung die Orientierung erleichtern sollen, Demenzkranke und ängstigen diese. Bei der Planung muss daher diejenige Nutzergruppe im Fokus stehen, für die der Bau primär gedacht ist.

Derzeitiger Stand und Aussichten für barrierefreies Bauen

Zur Erreichung von Barrierefreiheit gibt es gesetzliche und baurechtliche Vorgaben, die je nach Bundesland variieren können. Diese Tatsache und der Umstand, dass der Begriff Barrierefreiheit so unterschiedlich ausgelegt wird, macht die Umsetzung in der Praxis derzeit noch schwierig. Dennoch gibt es bereits herausragende Projekte, die auch Preise gewonnen haben, wie beispielsweise die Stuttgarter U-Bahn oder die Tom-Mutters-Schule in Wiesloch. Ein weiteres Beispiel ist das Projekt Sredzki 44 in Berlin, ein hundert Jahre altes Gebäude, in dem alle Generationen ihren Platz finden.

Wenn einheitliche Rahmenbedingungen geschaffen werden und Planer, Architekten und Innenarchitekten zusammen arbeiten, werden sich in Zukunft die unterschiedlichsten Möglichkeiten zum barrierefreien und behindertengerechten Bauen umsetzen lassen.

 

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