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Active Design nennt sich der Zukunftstrend, nach dem die Gestaltung von Städten den Bewohnern mehr Anreiz zur Bewegung gibt und sie damit gesund leben lässt. Bei einer Bevölkerung, die zugleich immer älter wird und sich immer weniger bewegt, weil Autos und Fahrstühle allgegenwärtig sind, muss verstärkt Motivation für Bewegung geschaffen werden. Vorschriften oder Warnungen haben eher einen geringen Effekt.

Die Stadt als Fitnesspark

Um eine Stadt zu erschaffen, die die Bewohner wieder zu mehr Bewegung animiert ohne, dass diese sich großartig überwinden müssen, gibt es die unterschiedlichsten gestalterischen und architektonischen Möglichkeiten. Ob es sich um Fitnessparks, Outdoor-Training oder Sport im Park handelt – der Kernaspekt heißt immer Abwechslung.

So können beispielsweise Aussichtsplattformen geschaffen werden, die einen unvergleichlichen Blick über die Stadt geben und nur zu Fuß bzw. über Treppen erreichbar sind. Doch auch grün und interessant gestaltete Fahrradwege regen dazu an, sich lieber für das Rad anstatt das Auto zu entscheiden und Outdoor-Training zu betreiben. Ein alleiniger Ausbau dieser Infrastruktur reicht also nicht aus, sie muss auch attraktiv sein. Um die Stadtbewohner zu mehr Bewegung anzuregen, ist es auch möglich, das Autofahren zu erschweren – beispielsweise, indem wenig Parkplätze zur Verfügung stehen.

Gesund leben – auch mental und psychisch

Doch Active Design bzw. die Stadt der Zukunft bedeutet nicht nur körperliche Bewegung und somit physische Gesundheit. Die Psyche spielt eine ebenso große Rolle. So ist in der Stadt die Wahrscheinlichkeit, an Depressionen zu erkranken, deutlich höher. Einer der Gründe hierfür ist die Tatsache, dass Stadtbewohner zwar mit vielen anderen Menschen leben, zu diesen allerdings keinen Bezug haben und in der Folge isoliert sind.

Active Design kann die Interaktion der Städter untereinander fördern, indem Architektur geschaffen wird, die einen Austausch erleichtert und die Menschen miteinander ins Gespräch kommen lässt. Gleichzeitig muss es aber auch genügend Rückzugsmöglichkeiten und Privatsphäre geben.

Die Städte müssen sich auch auf eine alternde Gesellschaft im Sinne Demenzkranker einstellen. So kann die Straßenführung dazu beitragen, Orientierung zu stiften, indem verzerrte Straßenraster gestaltet werden und keine quadratischen Strukturen verfolgt werden. Zusammen mit bestimmten Orientierungspunkten kann so die Erinnerungsfähigkeit gefördert werden.

 

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